6. Orangerie Konzert im SportSchloss Velen
AUSVERKAUFT
Italienische Serenade
Brunchkonzert auf romantischen Instrumenten
Immer wieder bittet die treue Zuhörerschaft der Velener Konzertreihe in der einzigartigen Orangerie des Märchenschlosses in Velen den FörderKreis Kultur & Schlösser, die Konzertreihe fortzusetzen. Diese wurde ursprünglich mit einem Veranstaltungskonzept von 5 Konzerten aus der Taufe gehoben, um die wunderbar restaurierte barocke Orangerie mit original barocken Klängen zu füllen. Die Wiederbelebung von Esprit und barocker Lebenslust hat in der Orangerie einen vollkommenen Rahmen gefunden, insbesondere in der Kombination mit kulinarischen Köstlichkeiten, die in Konzertpausen gereicht werden. Das Genießen von Bühnenkunst gepaart mit Gaumenfreuden und anregenden Gesprächen, ist es das, was die heutige wie die damalige Gesellschaft immer wieder in die Säle lockt? Natürlich ist die Musik ein einzigartiges Transportmittel zur Kommunikation, nach innen wie nach außen, wie wir heute so schön sagen. Erklingt sie wie in anderen Zeiten mit Lebenslust und Virtuosität zu Gehör gebracht, so fühlt sich auch der Zuhörer wieder lebendig und im Innersten getroffen. Und dieses Phänomen hat sich auch in den Jahrhunderten nicht geändert. Auch die Vollkommenheit der alten Bauweisen und die Architektur der Gärten hat ihre Sprache nicht verloren. Sie liegt noch verdeckt unter der Patina oder auch unter dem Verfall. An manchen Orten macht es sich der FörderKreis zu Aufgabe, das Geheimnis um die Schönheit wieder zu lüften. So auch stets wieder in der Orangerie des Wasserschlosses Velen, die mit einzigartigen Stuckarbeiten in ihrem Treppenhaus einen Ort der Wiederbesinnung und des leisen Erinnerns bietet.
Daher ist es einfach, den Bitten der treuen Gäste nachzugeben, und immer wieder Musiker in verschiedenen Formationen in den Saal zu bitten, damit sie - wie eh und je - die Herzen der Zuhörerschaft anrühren und für Augenblicke in Zeiten versetzen mögen, die dazwischen liegen, zwischen Damals und Heute.
Standen in den ersten Konzerten noch viele barocke Musikwerke auf den Konzertprogrammen, die originalgetreu auf alten historischen Instrumenten musiziert wurden, so erklangen im letzten Jahr schwungvolle und selten aufgeführte Werke aus neueren Zeiten. Paula Aguirre, die bei der Konzipierung Historie und Tradition nicht aus dem Blickwinkel verliert, geht mit dem Zeitgeist des 21. Jahrhunderts, der von vielen Brücken zwischen Alt und Neu, von der Verbindung verschiedener Stile in engmaschigen Konzepten und von dem steten Versuch, sich immer wieder neu auszudrücken, spricht. Dieser Versuch wurde auch in alten Zeiten, oft mit revolutionärer Kraft, auf den Bühnen musikalisch und theatralisch gewagt. Die Instrumente und die Musizierweise entwickelten sich weiter und mit der Entwicklung des Instrumentenbaus veränderte sich auch der Kompositionsstil.
So werden die Freunde und Liebhaber der romantischen Musik am 13. Juni 2011 ein elegantes Konzert erleben, das sich in dieser Form in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in ganz Europa verbreitete. Bürgerliche wie adelige Kreise fragten nach leicht beschwingter, unkomplizierter und lyrischer Musik. Auf diese Nachfrage hin konnte sich die zartbesaitete Gitarre auf dem Konzertpodium etablieren. An manchen damaligen Abendveranstaltungen gesellten sich die sanften Farbtöne der Traversflöte hinzu und beflügelte die musikverwöhnte Zuhörerschaft.
Die frühromantischen Kompositionen der italienischen Komponisten Mauro Giulani, Francesco Molino und Ferdinando Carulli werden auf zwei ganz besonderen Instrumenten gespielt: Martin Sandhoff wird auf einer von Rudolf Tutz erstellten Kopie einer Traversflöte (Wilhelm Liebel, 1816) spielen. Die Flöten von Liebel wurden wegen ihrer großen klanglichen Flexibilität von vielen Flötisten geschätzt. Wulfin Lieske wird auf einem Originalinstrument des seinerzeit bedeutendsten spanischen Gitarrenbauers (Antonio de Torres), aus 1856 spielen. Das Instrument wurde von Benno Streu meisterhaft restauriert. Die Gitarre wurde damals auf den Namen „La Leona“ - „Die Löwin“ getauft, weil sie einen außergewöhnlichen kraftvollen Klang besitzt. „La Leona“ öffnet den Raum für ein universelles, Stil übergreifendes Instrument....“ sagt Wulfin Lieske, und so dürfen sich die Gäste des FörderKreis wieder auf ein schwungvolles, vielleicht gar „wildes“ Konzert in einer Expressivität freuen, die beide Künstler und Virtuosen schon auf vielen Konzertbühnen dar- geboten haben.
Die Musik- und Musizierkunst wird von vielfältigen Köstlichkeiten aus der Gourmetküche des Schlosses stilvoll eingerahmt. Die Sinne sind ja bekanntlich der beste Weg für den Menschen, bei sich und dem Leben anzukommen. Versuchen wir in diesem Jahrhundert dem Originalklang der Instrumente alter Zeiten auf die Spur zu kommen, so verlassen wir uns doch heutzutage auf stets neue Kreationen aus der Kochkunst. Die Gewürze jedoch, sind diese nicht von Sturm erfahrenen Seebären aus der Neuen Welt zu uns gelangt?
Eventuell kann der FörderKreis Kultur & Schlösser – auf Bitten vieler treuer Anhänger hin – für das kommende Jahr auch ein barockes Kochrezept auf die beladenen Tische der Orangerie zaubern!
Öffnung Konzertkasse: 10:30 Uhr
Sektempfang und Vorspeisen: 11:00 Uhr
Konzertbeginn I. Teil: 11:45 Uhr
Hauptgerichte und Konzertpause: 12:30 Uhr
Konzert II. Teil: 13:30 Uhr
Dessert und Kaffeebar: 14:00 Uhr
Eintritt: 42,00 € Konzert inklusive Walking Dinner
Kartenreservierung möglichst frühzeitig unter 02863 - 203 0.
Informationen zu dem Konzert Paula Aguirre T. 02408 / 719 46 86
Der Text wurde vom FörderKreis Kultur & Schlösser e.V. zur Verfügung gestellt.



