Geschichte der Orangerie
Trotz ihrer schlichten Bauweise gehört die Orangerie zu den herausragendsten Baudenkmälern des Münsterlandes.
1753/54
Erbauung der Orangerie oder "Zitronenburg", wie sie zur Zeit ihrer Erbauung genannt wurde, auf dem Wirtschaftshof des Schlosses durch den Bauherrn Schlaun und dessen Mitarbeiter Gerhard van der Giese. Geplant war sie als Winterquartier für die Zitruspflanzen der Herren von Velen. Das für Gewächshäuser ungewöhnliche Obergeschoss wurde als Wohnraum für die Tochter des Hauses Velen erbaut. Das 2.Obergeschoss der Orangerie erschliesst sich über einen breiten Flur, der das Gebäude von Ost nach West durchzieht. Den zentralen Raum stellt der Salon auf der Südseite dar (heute Weißer Salon), der besonders reich ausgeschmückt ist. Der heutige sehr helle Eindruck des Raums und des Treppenhauses ist jedoch irreführend. Die Holzverkleidungen waren ursprünglich in dunklen Holztönen gefasst, welche die Wirkung der filigranen pastellfarbenen Wand- und Deckenflächen eindrucksvoll hervorhoben. Später diente das Obergeschoss als Rentmeisterei. Durch diese zweifache Nutzung als Gewächs- und Wohnhaus gibt es auch auf der bei Orangerien normalerweise geschlossenen Nordseite eine zweite Eingangsseite. Von dem großen Schlossbrand 1931 wurde die Orangerie zum Glück nicht erfasst und sie wurde auch im 2. Weltkrieg nicht zerstört.
80-iger Jahre
Umfassende Restauration der Orangerie. Das Obergeschoss wurde wieder als Wohnraum umgebaut. Der Keller mit seinem einzigartigen Ziegelgewölbe, wird seit 1968 als Gaststätte genutzt und wird in Folge der Restauration komplett renoviert.
Im Erdgeschoss wurde am meisten verändert. Der große Raum für die Pflanzen, der sich ursprünglich über die gesamte Südfront erstreckte, wurde schon ca. 1820 durch den Einbau von einem Salon und einem Kaminzimmer verkleinert. Aber auch der verbliebene Teil des früheren Gewächshauses ist durch seine Ausstattung als Festsaal verfremdet. Unter dem Parkettboden befindet sich jedoch noch der Originalboden, ein einfacher Backsteinboden.
2004
Das Obergeschoss wird für repräsentative Tagungsveranstaltungen umfunktioniert. Insgesamt 7 Tagungs- und Gruppenarbeitsräume enstehen. Alle sind mit einzigartigen Stuckreliefs ausgestattet und verleihen den Räumlichkeiten eine außergewöhnliche Tagungsatmosphäre.
2008
Zusätzlich zu dem standesamtlichen Trauzimmer im Schloss, wird wegen der hohen Anfrage, der Weiße Salon für weitere Trauungen zur Verfügung gestellt. Im Schloss können nun auch Trauungen mit bis zu 70 Personen durchgeführt werden.
2009
Die 250 Jahre alte Orangerie ist aufwendig neu gestaltet worden. Der Orangerie neues Leben einflößen und die Gäste begeistern – das wollte die Leitung des Hotels SportSchloss Velen mit der kompletten Neugestaltung des historischen Gebäudes erreichen. Das Ergebnis begeistert: Im Sinne des Denkmalschutzes wurden die spätbarocken Charakteristika des Gebäudes bewahrt, zeitgemäße Ansprüche der Spitzen-Hotellerie erfüllt und zukunftsweisende Technik integriert.




